Schmiedtbauer: Praktiker müssen Richtung vorgeben

21. März 2019

BR Dr. Peter Raggl und NR Hermann Gahr reisten gemeinsam mit der EU-Spitzenkandidatin des Bauernbundes, Simone Schmiedtbauer, nach Frankreich. Im Zentrum standen der Austausch zur Gemeinsamen Agrarpolitik und die Bestrebungen zur Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung bei Milch- und Fleischprodukten.

Die österreichischen Abgeordneten des Bauernbundes im National- und Bundesrat reisten vergangene Woche auf einer viertägigen Studienreise nach Paris und Strassburg. Viele interessante und hochkarätige Termine im französischen Landwirtschaftsministerium, Landwirtschaftskammer, Bauernbund, Nationalversammlung, Senat, OECD, Europaparlament und der Botschaft standen auf dem Programm. Mit dabei waren auch die beiden Tiroler Abgeordneten NR Hermann Gahr und Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl.
Zahlreiche bilaterale Gespräche auf höchster Ebene führten die Abgeordneten zu Themen wie den großen Beutegreifern und dem Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. In die Diskussionen stark eingebracht hat sich unter anderem Simone Schmiedtbauer, Spitzenkandidatin des Österreichischen Bauernbundes zu den EU-Wahlen am 26. Mai. Sie will das wichtige Bindeglied zwischen den Bauern in Österreich und den Entscheidungsträgern auf EU-Ebene sein. „Weil wir Praktiker den Schreibtischexperten klar sagen müssen, wenn sie auf dem Holzweg sind – auch in Brüssel", ergänzt Schmiedtbauer.
Ein Highlight war unter anderem die Betriebsbesichtigung (700 Mastrinder) beim Präsidenten der Europäischen Volkspartei, Joseph Daul, in Pfettisheim. Im Mittelpunkt des Austausches in Frankreich stand nicht nur die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik, sondern wurden auch gemeinsame Bestrebungen im Hinblick auf eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch- und Milchprodukten ausgelotet.