Raggl: „Biomasseanlagen dürfen nicht verschwinden“

21. Februar 2019

Nachdem die SPÖ vergangene Woche die Ökostromnovelle im Bundesrat stürzte, entschloss sich Bundesministerin Elisabeth Köstinger zur Einführung eines Bundesgrundsatzgesetzes zum Schutz der österreichweit 47 betroffenen Biomasseanlage.

 

Unterstützung für Ökostrom
Bauernbunddirektor Bundesrat Peter Raggl unterstützt die Maßnahme Köstingers.
„Die Klimaproblematik schon sehr früh erkennend, haben sich vor gut zehn Jahren vorausschauende Gemeinden, Unternehmen und auch Landwirte überzeugen lassen, in Biomasseanlagen für Wärme und Stromerzeugung zu investieren und so einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels und zur Erreichung einer gesteigerten Unabhängigkeit von Energieimporten zu leisten."
„Bei der weiteren Unterstützung der Biomasseanlagen geht es uns nicht nur ums Klima. Die Regelung betrifft auch Betreiber von Biomasseanlagen und tausende Arbeitsplätze im ländlichen Raum, die mit dem Betrieb dieser Anlagen verbunden sind. Schlussendlich geht es auch um die große Zahl von Waldbauern, die dringend einen Abnehmer für ihr Schadholz, verursacht durch Sturmschäden und Borkenkäfer, brauchen", so Raggl.
In Tirol betrifft die Ökostromnovelle drei Biomasseanlagen in Imst, Assling und Vomperbach, deren Zukunft ungewiss ist.

Keine Argumente gegen Biomasse
Gewaltige Verfehlungen ortet Bundesrat Peter Raggl in den Reihen der SPÖ: „Eine Verweigerung der Zustimmung der Ökostromnovelle ist durch nichts zu argumentieren. Es geht nur um Parteipolitik und dabei wird auf das Schicksal von mehr als 40 Unternehmen, tausenden Arbeitnehmern und hunderten Landwirten vergessen."