ÖVP-Abgeordneter fordert mehr Verständnis vom Lebensmittelhandel ein

„Die Vormacht einiger Handelsketten im Lebensmittelbereich ist erdrückend“, fordert ÖVP-Abgeordneter Manfred Hofinger mehr Verständnis vom Lebensmittelhandel für die bäuerlichen Produktionsbedingungen ein. „Weder leben die Bäuerinnen und Bauern in einer ‚Parallelwelt‘, wie das Spar-Chef Drexel in einem APA-Interview formulierte, noch geht es beim Aufzeigen von Marktkonzentration und unfairer Preisbildung um ‚Handelsbashing‘ sondern einzig und allein darum, ungerechtfertigte Preisschlachten am Rücken der produzierenden Bäuerinnen und Bauern abzustellen“, betont Hofinger.

 

Vier große Supermarkt-Konzerne teilen sich das Lebensmittelgeschäft in Österreich: Rewe Austria (Billa/Merkur/Penny) mit einem Marktanteil von 34,1 Prozent (2018), die Spar-Gruppe (31,9 Prozent), Hofer und Lidl. „Sie bestimmen daher verstärkt über die Preisentwicklung und das nicht immer zum Vorteil unserer bäuerlichen Familien-betriebe“, fordert Hofinger ein Nachdenken beim Lebensmittelhandel ein. „Denn bei Preisschlachten und Tiefpreisaktionen stehen ganz sicher nicht unsere Bäuerinnen und Bauern auf der Gewinnerseite!“

 

Die Bauernschaft ist seit vielen Jahren bemüht, die hervorragende Qualität der heimischen Lebensmitteln nicht nur zu verbessern sondern diese auch den Konsumentinnen und Konsumenten über verschiedenste Kanäle näher zu bringen. „Wer heimisch kauft, sichert die Lebensmittelproduktion in Österreich, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und ernährt sich gesund“, betont Hofinger. „Qualität hat nicht nur einen Wert, sie muss auch einen Preis haben, der den tatsächlichen Produktionsbedingungen entspricht“, erwartet der ÖVP-Abgeordnete sachliche Verhandlungen mit dem Handel.