ÖVP-Tierschutzsprecher sieht Handlungsbedarf auf europäischer Ebene

TierDer gestrige Tierschutzgipfel war durchaus geprägt vom gemeinsamen Ziel, dass es den Tieren gut geht, aber doch auch von Meinungsvielfalt bei Tierschutzorganisationen, Behörden, Wirtschaft und Politik, wenn es darum geht, Haltungs- und Transportbedingungen im Sinne des Tier-wohls weiter zu verbessern, zieht ÖVP-Tierschutzsprecher Abg.z.NR Franz Eßl ein durchaus positives Resümee. „Was aber schon auch wichtig ist zu betonen, dass wir in Österreich, was die Tierhalte- bzw. Transportbedingungen betrifft, im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut aufgestellt sind und auch in den vergangenen Jahren in diesem Bereich viel geschehen ist“, so Eßl.

 

„Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Novellierungen und Adaptierungen im Sinne des Tierwohls vorgenommen“, lässt Eßl Kritik an den österreichischen Tierhalte-vorschriften nicht gelten. Seit 2007, als das Tiertransportgesetz umfassend geändert wurde, hat zudem das Ländliche Fortbildungsinstitut in bereits vier Auflagen, allen Tierhaltern und Transporteuren in einer Broschüre mit über 70.000 Stück die neuesten Tiertransport- bzw. -haltungsvorschriften transparent erläutert. „Die Landwirtschaft leistet somit intensive Informationsarbeit in diesem Bereich“, betont Eßl. Sehr wohl Verbesserungsbedarf sieht Eßl aber noch auf europäischer Ebene.

 

„Tiertransport bedeutet nicht automatisch Tierleid“, verweist der ÖVP-Tierschutz-sprecher etwa auf den Umstand, dass „es nicht darauf ankommt, ob Tiere transportiert werden, sondern unter welchen Bedingungen der Transport erfolgt.“ Großes Bemühen zeigen auch Zahlen aus dem letzten Tierschutzbericht, wonach bei Tiertransporten nur ein ganz geringer Teil beanstandet werden musste. Eine Forderung nach generellem Tiertransportverbot wird von Eßl daher klar abgelehnt: „Denn wenn das so wäre, könnten die Bauern ihre Tiere nicht mehr auf die Alm transportieren und die Österreicherinnen und Österreicher ihre Hunde nicht mehr mit in den Urlaub nehmen.“

 

Wichtig ist dem ÖVP-Tierschutzsprecher, dass das, was im Regierungsprogramm gemeinsam von ÖVP und Grünen erarbeitet wurde, auch umgesetzt wird. Bedeutende Eckpfeiler sind etwa der Auftrag an den Minister, eine Einschränkung der europaweiten Tiertransportzeiten und die Reduktion von Tiertransporten in Drittstaaten zu erwirken. Fix ausverhandelt ist zudem die Forderung nach einer Umsetzung eines Transportverbotes von Schlachtvieh in Drittstaaten.