MurDie Mur verbindet die beiden Bundesländer Salzburg und Steiermark. Dies nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Salzburger Bauernbundes zum Anlass für eine gemeinsame Wanderung. Gemeinsam mit der steirischen Europaabgeordneten Simone Schmiedtbauer ging es zum Murursprung in der Lungauer Gemeinde Muhr. Diese Wanderung wurde auch genutzt, um aktuelle Probleme der Berglandwirtschaft zu diskutieren.

 

Bergbauern unterstützen

Dabei war man sich einig, dass die Arbeit der Bergbauernfamilien auch im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik entsprechend abgegolten werden muss. Mit der Ausgleichszulage für erschwerte Bewirtschaftungsbedingungen kennt die EU ein wirksames Instrument, um bäuerliche Betriebe im Berggebiet zu unterstützen. „Diese Ausgleichszulage sollte im neuen Programm für die Jahre 2021 bis 2027 deutlich aufgebessert werden“, fordert dabei der Lungauer ÖVP-Nationalratsabgeordnete Franz Eßl.

 

Almwirtschaft ist wesentlich für Österreich

In Österreich bewirtschaften rund 24.000 Betriebe rund 8.000 Almen. Davon sind rund 1.800 Almen allein im Bundesland Salzburg. „Almwirtschaft bedeutet hochwertige Lebensmittel. Almwirtschaft bedeutet Tierwohl. Almwirtschaft bedeutet Kulturlandschaft und Erholungsraum für Gäste und Einheimische“, appelliert Eßl auch für einen realistischen Zugang zum Thema Wolf. „Der Wolf ist nicht mehr vom Aussterben bedroht“, fordert Eßl wolfsfreie Zonen und einen Managementplan, wie man es von anderen Wildtierarten kennt.

 

Almwirtschaft in Gefahr

Gerade heuer nutzen viele Österreicherinnen und Österreicher ihren Urlaub und suchen Erholung beim Wandern in den Bergen. „Das ist erfreulich und unterstreicht die Bedeutung der Almwirtschaft im österreichischen Tourismus“, betont Eßl im Rahmen dieser Wanderung. „Mit der Ausbreitung der Wölfe ist eine Almwirtschaft, wie wir sie heute betreiben, schätzen und gesellschaftspolitisch wollen, in Zukunft aber nicht mehr möglich“, warnt Eßl vor der steigenden Anzahl an Wölfen und ihren Folgen in Österreich.