Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung zeitnah umsetzen

LebensmittelBewusst einkaufen, gilt nicht nur für uns Konsumentinnen und Konsumenten, sondern vor allem auch für den Lebensmitteleinzelhandel. „Es darf nicht sein, dass in Österreich jährlich knapp eine Million Tonnen genießbare Lebensmittel in der Mülltonne landen. Hier gilt es zu handeln“, erwartet Abg.z.NR Bgm. Nikolaus Prinz eine zeitnahe Ausarbeitung des Aktionsplans gegen Lebensmittelverschwendung. Ein entsprechender Entschließungsantrag von ÖVP und Grünen wurde auch von den Neos unterstützt. „SPÖ und Freiheitlich stimmten im Ausschuss noch dafür, bis zum Plenum hat die Einsicht zum sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln aber leider nicht gereicht“, bedauert Prinz.

Oftmals werden Lebensmittel, ob gekauft oder im Handel, noch verpackt und im Originalzustand in Massen entsorgt. „Diese Form der Kreislaufwirtschaft versteht niemand, schon gar nicht jemand, der tagtäglich damit beschäftigt ist, Lebensmittel mit viel Mühe und Verantwortungsbewusstsein herzustellen wie unsere Bäuerinnen und Bauern“, zeigt sich Prinz verärgert. „Was mich in diesem Zusammenhang der enormen Verschwendung aber auch stört, ist, wenn von manchen Stellen immer wieder die zu hohen Lebensmittelpreise bejammert werden“, fordert Prinz etwa von Arbeiterkammer oder Sozialdemokratie „hier etwas mehr Verständnis dafür ein, dass unsere heimischen Lebensmittel einen besonderen Wert haben sollten.“

„Wir brauchen hier nicht nur bessere und koordiniertere Daten, wir brauchen auch eine höheres Bewusstsein über den Wert von Lebensmitteln und eine Möglichkeit, dass genusstaugliche Lebensmittel im Einzelhandel nicht einfach so entsorgt werden können“, appelliert Prinz an die Bevölkerung, schon bei den aktuellen Weihnachtseinkäufen verstärkt darauf zu achten, „was brauche ich wirklich und was will mir der Einzelhandel als Lockangebot zusätzlich in den Warenkorb legen.“