Hermann Gahr unterwegs im Wahlkreis

Gahr: Keine Abkommen zu Lasten der Bauern

2. September 2019

US-Präsident Donald Trump nannte den Rindfleisch-Deal mit der EU "bedeutenden Erfolg für amerikanische Landwirte, Bauern und natürlich europäische Verbraucher", ich behaupte es ist ein Rückschlag für die heimischen Bauern, die Konsumenten und dem Klimaschutz. 35.000 Tonnen Rindfleisch aus hormonfreier Mast kommen künftig aus den Vereinigten Staaten. Beim Kauf von Rindfleisch aus Übersee sollte man sich auch einmal die Haltungsbedingungen der Tier dort ansehen. Die meisten Rinder werden dort in Feedlots gemästet. Bis zu 100.000 Tiere stehen dort bei meist brütender Sonne auf einem kargen Feld, Wiesen oder Grünflächen sucht man hier vergeblich. Zum Fressen gibt es nicht artgerechtes Kraftfutter aus Maissilage, meist genmanipuliert. So erreichen die Tiere in rund drei Monaten das Gewicht, welches ein Rind auf der Weide in drei Jahren hätte. Auch in Südamerika sieht die Rindfleischproduktion ähnlich aus, nur das für diese großen Feedlots der Regenwald gerodet wird. Durch den Mercosur-Deal werden künftig rund 100.000 Rindfleisch aus Südamerika zollfrei nach Europa importiert.

Die richtige Antwort auf diese Deals kann nur heimisch kaufen sein. Mit jedem Griff zu heimischen Produkten unterstützt man heimische Bäuerinnen und Bauern und schützt das Klima. Denn Rindfleisch muss nicht tausende Kilometer rund um den Erdball transportiert werden, wenn wir doch hier in unserer Heimat Lebensmittel mit höchster Qualität haben. Hier passt das Sprichwort: "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt" perfekt.