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Weiteres Vorgehen 1

Infektionszahlen weiterhin zu hoch

17. Januar 2021

Das Jahr 2021 ist schon wieder einige Tage alt und wir kämpfen noch immer mit der Coronavirus – Pandemie.
Viele von uns sind "coronamüde" und wünschen sich, so wie ich, nichts mehr als Normalität.

Obwohl die strengen Maßnahmen in Österreich greifen und wir mit einer 7-Tages-Inzidenz von 130 pro 100.000 Einwohner im europäischen Spitzenfeld liegen, ist der Wert der täglichen Neuinfektionen nach wie vor viel zu hoch.

Die neue, wesentlich ansteckendere, mutierte Virusform „B 1.1.7“ verbreitet sich auch in Österreich seit Jahresbeginn. Wenn wir nach Großbritannien oder Irland schauen, dann sehen wir, dass diese Mutationsform in kürzester Zeit massive Anstiege der Ansteckungszahlen nach sich gezogen hat.

Das gilt es in Österreich unbedingt zu verhindern.
Wir müssen unser Gesundheitssystem schützen.
Wir müssen zusammenhelfen, um uns gegenseitig zu schützen.

Gemeinsam mit den Landeshauptleuten und nach eingehender Diskussion mit Experten, hat sich die Bundesregierung entschlossen, den derzeit gültigen Lockdown zu verlängern.
Diese Entscheidung ist notwendig und wurde keinesfalls leichtfertig getroffen. Danke an dieser Stelle für den politischen Schulterschluss. Genau das braucht es jetzt, um gemeinsam die Gesundheit der Menschen in Österreich zu schützen.

Natürlich wird auch ein neues Hilfspaket für die österreichischen Unternehmen ins Leben gerufen um die gröbsten Auswirkungen abzufedern.

Meine Bitte an euch alle – halten wir durch und vor allem halten wir zusammen!


Hier der weitere Fahrplan etwas detaillierter:
Der derzeit gültige Lockdown wird mit dem Ziel, dass es ab 8. Februar erste Öffnungsschritte geben kann, verlängert. Dafür ist ein Zielwert bei der 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (also ca. 700 Neuinfektionen pro Tag) notwendig. Dann können Handel, körpernahe Dienstleitungen und Museen unter strengen Auflagen wieder öffnen.


Für die Schulen gilt, dass bis zu den Semesterferien weiterhin Distance Learning durchgeführt wird. In Oberösterreich und der Steiermark werden die Ferien eine Woche nach vorne verlegt. In Wien und Niederösterreich wird ab dem 8. Februar im Schichtbetrieb gearbeitet, der Rest Österreichs folgt am 15. Februar. Sobald Selbsttests verfügbar sind, werden diese in den Schulen eingesetzt. Damit schützen wir nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrkräfte und die Eltern bzw. Großeltern und alle anderen Familienmitglieder und Freunde.


Ab 25. Jänner gelten zu den bereits bestehenden Maßnahmen folgende Regeln:
Der Mindestabstand zwischen Personen wird von 1 Meter auf 2 Meter erhöht. FFP2 Masken sind im Handel und in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend zu tragen. (Die Masken wird es im Einzelhandel zum Selbstkostenpreis geben!) Homeoffice soll überall dort, wo es möglich ist, auch ermöglicht werden – es gilt mehr denn je: Bleiben wir zu Hause!

Uns ist vollkommen bewusst, dass die wirtschaftlichen Folgen enorm sind. Daher können alle Unternehmen, ab einem Umsatzausfall von 40%, den Ausfallsbonus beantragen. Dieser sieht eine 30% Ersatzrate des Umsatzes des Vorjahresmonats vor. Dabei werden 15% als direkte Prämie und weitere 15% als Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss II ausbezahlt. Hier wird es eine Gesamtdeckelung von 60.000 Euro pro Monat (30.000 direkt / 30.000 Vorschuss) geben. Für Jänner kann diese Hilfe erstmals am 16.2. mit wenigen Klicks auf Finanz Online beantragt werden. Danach wird es monatlich möglich sein.

Abschließend noch einmal meine Bitte: Halten wir durch! Das Licht am Ende des Tunnels ist erkennbar. Die Impfungen sind bereits voll angelaufen und weitere Impfstoffe stehen vor der Zulassung. Das gibt mir Hoffnung und ich bin zuversichtlich, dass es schon bald bergauf geht. Aber die kommenden Wochen bleiben herausfordernd und wir müssen noch einmal zusammen halten und gemeinsam gegen das Virus kämpfen!

Bleibts gsund,
Euer
Lukas