Bericht des Landwirtschaftsministeriums zu Hilfszahlungen an die Bauernfamilien liegt vor

BauernfamilienUm Einkommensverluste in der Land- und Forstwirtschaft aufgrund der Corona-Pandemie in besonderen Härtefällen teilweise abzudecken wurden im Nationalrat verschiedenste Förderinstrumente für Bauernfamilien beschlossen. „Eine wesentliche Stütze dabei ist der Härtefallfonds, so wie der Umsatzersatz und der Comeback-Bonus“, weist der oberösterreichische Bauernbund-Abgeordnete Nikolaus Prinz auf den dem Parlament vorliegenden Bericht von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger über die Ausgaben aus dem Härtefallfondsgesetz im Jahr 2020 und bis Ende Jänner 2021 hin. In Summe wurden demnach 32,4 Millionen Euro an bäuerliche Betriebe ausbezahlt. Davon entfielen rund 23,2 Millionen Euro an die Land- und Forstwirtschaft und rund 9,2 Millionen Euro an die Privatzimmervermietung. „Bäuerliche Betriebe in Oberösterreich profitierten mit rund 2,6 Millionen Euro, die an sie bis Ende Jänner überwiesen wurden“, so Prinz. (Einsicht in den Bericht: Bericht Härtefallfonds Landwirtschaft)

 

Auch viele oberösterreichische Betriebe profitierten vom Verlustersatz

17,32 Millionen Euro wurden als Zuschuss zur Abgeltung von Einkommensverlusten und des Comeback-Bonus bis Ende Jänner 2021 ausbezahlt. Allein in Oberösterreich gab es beim Härtefallfonds 1.651 Anträge und Zuschüsse von insgesamt 1,68 Millionen Euro. 56 Prozent der rund 25.000 Anträge und 74 Prozent der bis Ende Jänner ausbezahlten Zuschüsse – in Summe 12,87 Millionen Euro – fallen auf die Land- und Forstwirtschaft. In einer zweiten Auszahlungsphase wurden ab April bzw. Juli 2020 die Betriebszweige Privatzimmervermietung, Almausschank und Betriebe, die landwirtschaftliche Produkte direkt an die Gastronomie im Wege des spezialisierten Großhandels vermarkten, zusätzlich zur Förderung aufgenommen. 4,45 Millionen Euro flossen in die Unterstützung für die Privatzimmervermietung.

 

Andererseits wurden Betriebe mit einem Lockdown-Umsatzersatz für November und Dezember 2020 unterstützt, die aufgrund ihrer Tätigkeiten im Bereich des Gastgewerbes bzw. der Beherbergungsbetriebe direkt von den behördlichen Schließungen betroffen waren. Bis zum 31. Jänner 2021 wurden insgesamt 12.293 Anträge für den Lockdown-Umsatzersatz gestellt. Davon fallen 38 Prozent auf die Land- und Forstwirtschaft und 62 Prozent auf die Privatzimmervermietung. Die Auszahlungssumme des Umsatzersatzes November und Dezember beträgt zum Stichtag 31.1.2021 rund 15,1 Millionen Euro. Oberösterreichische Betriebe profierten von einer Auszahlungssumme beim Lockdown-Umsatzersatz mit über 797.000 Euro. „Mit diesen Unterstützungen für Bauernfamilien, die durch die Corona-Krise finanzielle Verluste erleiden, leisten wir Hilfe, die direkt am Hof ankommt“, so Prinz.