Hechenberger zur Umsetzung der Herkunftskennzeichnung: „Meilenstein für die Bäuerinnen und Bauern sowie Konsumentinnen und Konsumenten erreicht“

4. Mai 2022

Was lange währt, wird endlich gut. Nach langen Verhandlungen wurde nun im heutigen Ministerrat die Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung beschlossen. Künftig muss auf verarbeiteten Produkten und in der Gemeinschaftsverpflegung von Grundzutaten wie Fleisch, Milch und Eiern die Herkunft der Lebensmittel angegeben werden. Zwei Verordnungen, die künftig die Kennzeichnung regeln, sind fertig und gehen nun in Begutachtung. Nach der Notifikation bei der Europäischen Kommission soll die verpflichtende Herkunftskennzeichnung mit 1.1.2023 in Kraft treten

„Bereits seit Jahren setze ich mich für die verpflichtende Umsetzung der Herkunftskennzeichnung ein, nun wurde endlich eine Einigung erzieht, die für alle Beteiligten nur Vorteile bringen wird. Es ist ein erster wichtiger Meilenstein für die heimische Landwirtschaft, damit stärken wir die Familienbetriebe und schaffen mehr Transparenz für die Konsumentinnen und Konsumenten“, davon ist der Tiroler Bauernbund-Abgeordnete und LK-Tirol Präsident Josef Hechenberger überzeugt.

Umfragen zeigen klar, dass 86 Prozent die Konsumentinnen und Konsumenten wissen möchten, woher ihre Lebensmittel stammen. „Künftig gibt es mehr Transparenz auf dem Teller. Das bringt unseren Bäuerinnen und Bauern einen klaren Wettbewerbsvorteil. Denn Made in Austria ist ein Garant für Qualität. Dass können in Zukunft auch die Konsumentinnen und Konsumenten eindeutig erkennen, denn auch sie wollen ihre Kaufentscheidung bewusst treffen und transparent informiert werden. Eine Studie der Landwirtschaftskammer Österreich zeigt klar auf, dass wenn in Zukunft nur 1 Prozent mehr heimische Lebensmittel gekauft werden, generiert das rund 3.100 Arbeitsplätze und schafft eine zusätzliche Wertschöpfung von 140 Millionen Euro. Positiver Zusatzeffekt, die Wertschöpfung bleibt im Land und die regionale Wirtschaft wird in all seinen Facetten unterstützt“, sagt Hechenberger.

 Ein großer Erfolg ist die Kennzeichnung von verarbeiteten Produkten: „Künftig erkennen die Konsumentinnen und Konsumenten schon beim ersten Blick im Supermarkt, woher die tierischen Produkte kommen. Das Versteckspiel mit den Zutaten ist vorbei, woher die Eier und die Milch im Kuchen oder das Fleisch und die Eier in Fertiggerichten kommen müssen eindeutig gekennzeichnet sein. Gerade bei verarbeiteten Produkten ist es wichtig, dass nicht länger billigere und zu anderen Standards produzierte Lebensmittel ohne Vermerk zum Einsatz kommen. Die heimischen Bäuerinnen und Bauern können nun endlich ihre höheren Produktstandards klar abbilden und verschwinden nicht in der Anonymität“, so Hechenberger abschließend.