Hechenberger: INNIO setzt auf regionale Lebensmittel und Herkunftskennzeichnung

25. April 2022

Wie regionale Lebensmittelbeschaffung in einer Großkantine funktionieren kann, ließ sich Abg. z. NR und LK-Präsident Josef Hechenberger anhand eines Best-Practice-Beispiels in Jenbach zeigen.

Das Unternehmen INNIO in Jenbach ist bekannt für seine Energielösungen und Serviceleistungen. Es war aber weniger die Energie, als vielmehr die Verpflegung der Mitarbeiter*innen der Grund für den Betriebsbesuch von Abg. z. NR und LK-Präsident Josef Hechenberger.

„Es ist mir ein Anliegen positive Beispiele im Bereich der regionalen Lebensmittelbeschaffung und Herkunftskennzeichnung aufzuzeigen. Es werden bereits so viele Ideen und Initiativen umgesetzt die man größer denken kann. Vor allem bei der Verpflegung am Arbeitsplatz gibt es enormes Potential“, so Hechenberger. In Vor-Coronazeiten wurden pro Tag 1,8 Millionen Menschen in Österreich täglich in Kantinen versorgt.

Auch in Jenbach ist man sich dieser Zahl und der Vorteile einer regionalen Küche bewusst. „Die heutigen Räumlichkeiten der Kantine bestehen nun seit genau 20 Jahren. Bereits beim Neubau war das Ziel, einen größtmöglichen Mehrwert für unsere Mitarbeiter*innen zu schaffen. So entstand ein Ort der Begegnung und des Austauschs, kombiniert mit gesunder Ernährung“, gibt der Standortleiter von INNIO Jenbacher, Martin Mühlbacher, einen Einblick. Besonderes Augenmerk wird dabei vor allem auf die Regionalität der verarbeiteten Lebensmittel und deren Kennzeichnung für die Mitarbeiter*innen gelegt.

Küchenchef Paolo Tinello und sein Team sorgen dafür, dass täglich rund 1.000 Portionen frisch gekocht und serviert werden. Dafür werden täglich ca. 1.500 Kilo Lebensmittel benötigt, von denen saisonabhängig bis zu 50% aus der Region kommen. Der Begriff „regional“ wurde eigens definiert und so erfüllen nur Lebensmittel aus einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern diesen Anspruch. Im Unterschied zu vielen anderen Verpflegungseinrichtungen dieser Größe steht in der Jenbacher Kantine von INNIO das Bürsten und Zerkleinern von Obst und Gemüse sowie das Zerlegen von Fleisch auf der Tagesordnung. „Im Sommer bekommen wir das Gemüse aus Thaur, das Rindfleisch ganzjährig aus dem Zillertal. Auch andere Zutaten werden vor Ort beschafft, frisch zubereitet und entsprechend gekennzeichnet. Regionales und saisonales Kochen bringt neben den überwiegenden Vorteilen auch Herausforderungen mit sich, da die Menüplanung im Einklang mit den Vegetationsperioden stattfinden muss. Das sollte aber zur Selbstverständlichkeit in einer Küche gehören“, betont Haubenkoch Tinello, der schon seit 40 Jahren für die Mitarbeiter*innen am Standort der Unternehmenszentrale kocht.

In größeren Unternehmen wird die Verpflegung der Mitarbeiter*innen oftmals an einen Caterer ausgelagert. Bei INNIO entschied man sich ganz bewusst gegen diesen Trend. „Bei der körperlichen Arbeit im Werk ist ein ordentliches Mittagsessen unerlässlich. Ich sehe es als Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiter*innen, dass wir als Unternehmen diese Fürsorgepflicht übernehmen. Pro Menü steuern wir deshalb auch rund 2,50 Euro bei“, so Mühlbacher. Somit ist ein Mittagsmenü ab vier Euro erhältlich.

„Die Kantine mit dem umfangreichen Angebot zeigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wertgeschätzt werden. Sie ist ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und regionalen Wertschöpfung. Unternehmen sind immer wieder auf der Suche nach Möglichkeiten, um ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Dieses Beispiel ist eine solche Möglichkeit “, zieht Hechenberger sein Fazit aus dem Betriebsbesuch.