Hechenberger: „Herkunftskennzeichnung schafft Vorteile für Konsumenten und die heimischen Bäuerinnen und Bauern“

18. Juni 2020

Entschließungsantrag zur Kennzeichnung wurde beschlossen

Der erste Schritt zur Umsetzung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung ist gemacht. Heute, Donnerstag, wurde in Nationalrat ein Entschließungsantrag zur verpflichtenden Herkunftskennzeichnung beschlossen. Der Tiroler Bauernbund-Abgeordnete und LK-Tirol-Präsident Ing. Josef Hechenberger betonte in seiner Rede im Plenum, dass die Herkunftskennzeichnung Vorteile für Konsumenten sowie für die Bäuerinnen und Bauern bringt.

Im Regierungsprogramm ist festgehalten, dass eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier in der Gemeinschaftsverpflegung (öffentlich und privat) und in verarbeiteten Lebensmitteln eingeführt wird.

„Die Konsumenten haben ein Recht darauf zu wissen, woher ihre Lebensmittel stammen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. Beim außer Haus Konsum sowie bei verarbeiteten Lebensmitteln fehlen diese Angaben meist“, erklärt Hechenberger.

Oft wird den Kunden auch eine Mogelpackung verkauft. „Mit Österreich Fahnen wird suggeriert, dass die Produkte regional produziert wurden, doch in Wirklichkeit stammen die Eier aus Käfighaltung von Produzenten aus der Ukraine oder die Milch aus Deutschland. Diese Irreführung der Konsumenten muss aufhören“, betont der Tiroler.

Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei den Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier ist auch eine große Chance für die heimische Landwirtschaft und regionale Produzenten. „Wir Bauern produzieren Produkte mit höchster Qualität, diese haben natürlich auch ihren Preis. Gegen Billiganbieter aus dem Ausland haben wir ohne verpflichtende Herkunftskennzeichnung keine Chance. Ich bin mir aber sicher, dass mit einer ehrlichen Kennzeichnung künftig mehr Konsumenten zu den heimischen Produkten greifen werden“, so Hechenberger abschließend.