Hechenberger/Gahr: Bund gibt Regionalität den Vorzug

23. Juni 2021

Wichtige Vorbildwirkung bei öffentlicher Beschaffung gesetzt

Im heutigen Ministerrat wurde ein wichtiger Beschluss für die heimische Landwirtschaft gefasst. Mit dem Aktionsplan „Nachhaltige Beschaffung“ setzt die Türkis-Grüne Bundesregierung einen weiteren wichtigen Meilenstein, künftig stellt der Bund auf regionale Beschaffung um und definiert genaue Kriterien dafür.

Mit dem Beschluss im Ministerrat setzt die österreichische Bundesregierung ein wichtiges Zeichen für die heimische Landwirtschaft und dem Klimaschutz. Täglich essen rund 1,8 Millionen Menschen außer Haus und rund 450.000 davon in öffentlichen Einrichtungen. Mit der Umstellung auf regionale und heimische Produkte schaffen wir einen großen Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und stärken die heimische Landwirtschaft. Denn wenn nur um 1 Prozent mehr heimische Lebensmittel gekauft werden, schafft das 3.100 Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von 140 Millionen Euro“, so kommentiert der Tiroler Bauernbund-Abgeordnete und LK-Tirol-Präsident Josef Hechenberger den heutigen Beschluss.

Auch sein Tiroler Bauernbund-Kollege und Forum-Land-Obmann Hermann Gahr freut sich über den Vorstoß der Bundesregierung für mehr Regionalität. „Der Bund ist somit ein wichtiges Vorbild auch für private Betreiber ihre Beschaffung auf regionale Produkte umzustellen. Gerade während der Covid-Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig regionale Produktion und die Lebensmittelsicherheit im Land ist. Sind einmal Lieferketten unterbrochen oder es gibt Verzögerungen bei der Produktion, bleiben die Regale leere. Deswegen müssen wir vermehrt auf lokalen Anbau und Stärkung der Versorgungssicherheit setzen, denn auf die heimischen Bäuerinnen und Bauern konnte man sich auch während der Pandemie immer verlassen. Vielen Dank nochmal dafür.“

Herkunftskennzeichnung als nächsten wichtigen Schritt setzten

„Damit die Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur in der öffentlichen Beschaffung genau wissen, woher ihre Lebensmittel kommen, braucht es nun so schnell wie möglich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Besonders bei verarbeiteten Lebensmitteln ist das Potenzial enorm und nirgendwo werden größere Mengen anonym verarbeitet. Das muss ein Ende haben, künftig muss bei jeder Fertig-Lasagne oder bei jedem Kuchen aus dem Supermarkt ersichtlich sein, woher die Zutaten stammen. Ein Beschluss in diesem Jahr und die Umsetzung 2022 ist das erklärte Ziel“, betont Hechenberger.

„Die Herkunftskennzeichnung ist der nächste wichtige Schritt, um völlige Transparenz zu schaffen. Jetzt geht es darum, eine EU-konforme Regelung zu finden, damit wir künftig auf einem Blick erkennen können, woher unser Essen stammt und Mogelpackungen ein Ende haben“, so Gahr abschließend.