Hechenberger: Bundesmittel in Ellmau fließen in den Ausbau der Kinderbetreuung

26. April 2021

Im Bezirk Kufstein profitiert vor allem die Kinderbetreuung von der Gemeindemilliarde, die den Gemeinden vom Bund zur Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung gestellt wurde.

Neben dem Rückgang der Kommunalsteuer, war auch die Befürchtung, dass die Ertragsanteile des Bundes für die Gemeinden heuer wesentlich geringer ausfallen würden ein Grund dafür, warum Österreichs Gemeinden im letzten Jahr vor großen finanziellen Herausforderungen standen. „Um die Gemeinden zu entlasten hat die Bundesregierung bereits im letzten Jahr zwei Gemeindepakte mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Dadurch soll den Gemeinden die nötige Planungssicherheit für die Zukunft gegeben werden und eine Investition in die regionale Wirtschaft weiterhin möglich sein“, so Abg. z. NR Josef Hechenberger. Von den beiden sogenannten Gemeindepaketen sind für den Bezirk Kufstein insgesamt rund 26 Millionen Euro abrufbar.

Ellmau plant Spatenstich im Herbst
Die Gemeinde Ellmau plant einen Teil der ihr zugesicherten Zuschüsse für den Neubau des Kindergartens abzurufen. Momentan befindet sich der Kindergarten bei der Volksschule und beheimatet dort vier Gruppen. „Die stetig wachsende Zahl der Kindergartenkinder und der steigende Anspruch an die Betreuung haben die Gemeinde dazu veranlasst einen zeitgemäßen Standort zu schaffen“, gibt der Ellmauer Bürgermeister Klaus Manzl einen Einblick in die Hintergründe des Vorhabens.
Konkret wird der Bau eines Mehrzweckgebäudes im Dorfzentrum ins Auge gefasst. „Dort entstehen neben einem Kindergarten auch ein Eltern-Kind-Zentrum, eine Arztpraxis und mehrere Vereinslokale“, so Manzl. Besonderen Wert wird dabei sowohl auf die ökonomische, als auch auf die ökologische Nachhaltigkeit gelegt. So sind etwa Erweiterungsmöglichkeiten des Gebäudes im Bedarfsfall möglich und eine Photovoltaikanlage für die Stromversorgung angedacht. „Das gesamte Projekt löst ein Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro aus. Umso mehr freut es mich, dass wir das Bauvorhaben an ein Architekturbüro aus dem Bezirk vergeben konnten und somit die Wertschöpfung in der Region bleibt“, so Manzl.
Die Vorbereitungen sind also getroffen und die Pläne gezeichnet. Es werden noch einige Einsparungsmöglichkeiten erarbeitet, und versucht noch zusätzliche Fördermittel seitens des Landes zu lukrieren. Dann kann im Herbst mit dem Bau eines zukunftsweisenden Projektes begonnen werden.

Weitere Projekte in Planung
Auch in anderen Gemeinden verwendet man die Mittel aus der Gemeindemilliarde für den Ausbau der Kinderbetreuung. So wird auch in Kufstein, Angerberg und in Niederndorf in den Nachwuchs investiert. „Die Zuschüsse aus dem Gemeindepaket des Bundes können aber auch für andere Projekte verwendet werden“, weiß Josef Hechenberger. „Die Zuschüsse wurden bereits für die Errichtung von Sportplätzen, Kanalerschließungen, Straßensanierungen und den Breitbandausbau abgerufen. Viele weitere Projekte werden von den Gemeinden gerade ausgearbeitet“, so der Bezirksabgeordnete abschließend.