Hechenberger: Bauern-Pensionisten profitieren von Steuerreform

3. Februar 2022

Fiktives Ausgedinge wird von 10 auf 7,5 Prozent gesenkt

Im heutigen Sozialausschuss wird ein weiterer wichtiger Teil der Steuerreform für die heimischen Bäuerinnen und Bauern beschlossen. Das fiktive Ausgedinge wird von 10 auf 7,5 Prozent gesenkt. Diese Regelung gilt rückwirkend ab 1.1.2022, wenn der Antrag im Jahr 2022 gestellt wird. Erst im Jahr 2020 wurde das fiktive Ausgedinge von der Türkis-Grünen Bundesregierung von 13 auf 10 Prozent gesenkt. Nun konnte in den Verhandlungen rund um die Steuerreform ein weiterer Erfolg erzielt werden.

„In der Steuerreform werden nun zusätzlich noch die Bauern-Pensionistinnen und Pensionisten berücksichtigt. Die Bäuerinnen und Bauern arbeiten ihr Leben lang hart am Hof, auch nach ihrer Pensionierung ziehen sie sich nicht zurück, sondern helfen weiterhin fleißig mit. Sonst würden am Hof viele Arbeitsabläufe und Aufteilungen nicht funktionieren. Diese Gruppe hat es sich also mehr als verdient, ein Stück vom Steuerreform-Kuchen abzubekommen, um in Würde zu altern. Das fiktive Ausgedinge entspricht bei vielen Betrieben nicht mehr der heutigen Realität. Kinder leben getrennt von ihren Eltern oder sie führen ihren Hof nicht mehr weiter. Deswegen freue ich mich sehr, dass es in den Verhandlungen gelungen ist, die Bauern-Pensionistinnen und Pensionisten zusätzlich zu berücksichtigen“, so der Tiroler Bauernbund-Abgeordnete und LK-Tirol-Präsident Ing. Josef Hechenberger.

Wird ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb übergeben, verkauft, verpachtet oder auf andere Weise zur Bewirtschaftung überlassen, so werden für die Berechnung der Ausgleichszulage zur Pension nicht die tatsächlichen Gegenleistungen angerechnet, sondern das fiktive Ausgedinge, ausgehend vom Einheitswert des überlassenen Betriebes. Mit der Senkung des fiktiven Ausgedinges von 2,5 Prozent erhalten Bauern Pensionistinnen und Pensionisten eine höhere Pension. Bei einer durchschnittlichen Bauern-Pension von monatlich 1000 Euro, beträgt die Senkung des fiktiven Ausgedinges rund 25 Euro. Im Jahr ist das ein Plus von rund 350 Euro.

Bereits im November 2021 wurde vom Nationalrat eine Pensionserhöhung von 3 Prozent für Pensionen bis zu 1.000 Euro beschlossen. „Mit der bereits beschlossenen Pensionserhöhung und der Senkung des fiktiven Ausgedinges profitieren unsere Bäuerinnen und Bauern deutlich. Die bäuerlichen Pensionen liegen um rund ein Drittel unter der durchschnittlichen Alterspension in Österreich. Der Anteil der Ausgleichszulagenbezieher ist bei den bäuerlichen Pensionisten besonders hoch. Deswegen ist es mir ein besonders Anliegen, dass gerade kleine Pensionen erhöht werden. Der heutige Beschluss bringt eine Verbesserung für die kleinsten bäuerlichen Pensionen von acht Millionen Euro“, so Hechenberger abschließend.