GutachtenGutachten zeigt klares Ergebnis

Die genaue Feststellung der beihilfefähigen Almfutterflächen und Hutweiden ist für die heimischen Almbauern seit langem eine Herausforderung. „Aber was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass unsere Bäuerinnen und Bauern nicht die Nutznießer eines offenbar noch immer nicht perfekten Systems sind, sondern die Leidtragenden“, stellt der Salzburger ÖVP-Abgeordnete Franz Eßl fest. „Die Rückforderungen bzw. Strafsanktionen, die sehr wohl an die Bauern gestellt werden, sind für diese teilweise sogar existenzbedrohend. Eßl erinnert auch an die Kritik vor einigen Jahren. „Schon damals ist den Almbauern staatsschädigendes Verhalten vorgeworfen und eine kolportierte Schadenssumme von über 50 Millionen Euro angedichtet worden. Dieser Vorwurf hat sich als haltlos herausgestellt.“

Es braucht praktikablere Lösungen

Die Erfahrung zeigt, dass eine Kuh im Durchschnitt etwa einen Hektar Almfutterfläche braucht, um ernährt zu werden. Laut Grünem Bericht 2019 gab es im Vorjahr rund 357.000 gealpte Rinder, Mutter- und Milchkühe auf einer beantragten Almfutterfläche von lediglich rund 316.000 Hektar. „In diesem Sinne hätten die heimischen Almbauern ohnehin weniger beantragt, als Futterfläche vorhanden ist“, gibt Eßl zu Bedenken. Um bei der Feststellung der beihilfenfähigen Almfutterflächen endlich Rechtssicherheit für die Almbauern zu erhalten, braucht es für Eßl aber einer praktikablere Lösung, wie etwa eine pauschale Anrechnung von einem Hektar Futterfläche pro gealpter Großvieheinheit.

„Unsere Almbauern erbringen unschätzbare Leistungen für die Gesellschaft. Diese gilt es anzuerkennen anstatt sie alle paar Jahre ins halbkriminelle Eck zu stellen“, weist Eßl die ständigen Unterstellungen aufs Schärfste zurück.