Bürgermeister Erich Ruetz, DGKP Andrea Bucher, NR Kira Grünberg, DGKP Mischa Todeschini Bakk., NR Hermann Gahr

Gahr: „Müssen Pflege langfristig absichern – Pflegeversicherung der ÖVP ist beste Lösung“

12. September 2019

Tiroler Nationalräte Hermann Gahr und Kira Grünberg besuchten Pflegeeinrichtungen in Völs

Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Völs, Erich Ruetz, machten sich die beiden ÖVP-Nationalräte Hermann Gahr und Kira Grünberg ein Bild vom Pflegeheim und der Betreuungseinrichtung „impulse“ in Völs und zeigten sich sichtlich beeindruckt: „Die Arbeit, welche die Pfleger und Betreuer hier tagtäglich leisten, ist wirklich großartig!“ Es gilt allerdings auch einige Herausforderungen und Probleme in diesem Bereich, sei es für die Pflegebedürftigen als auch das Personal, anzugehen und Lösungen zu finden.

Völs. Für viele ist die Pflege eine tagtägliche Herausforderung. 461.000 Menschen in Österreich beziehen Pflegegeld und etwa 950.000 sind an der Pflege im Familienkreis beteiligt. Damit sind heute bereits rund 1,4 Millionen Menschen in Österreich vom Thema „Pflege und Betreuung“ direkt betroffen.

„Diesen Menschen die Unterstützung zu geben, die sie brauchen, stellt eine große Herausforderung und Aufgabe für unsere Gesellschaft dar. Der Politik hat in den letzten Jahren der Mut gefehlt, die drängenden Probleme in diesem Bereich anzugehen und nachhaltige Lösungen auf den Tisch zu legen. Dabei wissen wir seit langem, dass der demographische Wandel zu einem erhöhten Pflegebedarf auch in den nächsten Jahren führen wird“, betont Hermann Gahr, der neben den zukünftig steigenden Pflegebedarf in den Pflegeheimen auch die Pflege durch nahe Angehörige in den Mittelpunkt stellen will. „Auch diese Menschen brauchen unserer volle Unterstützung!“.

Eine große Herausforderung stellt auch der Mangel an Pflegepersonal dar. „Wir müssen uns einsetzen, dass in Zukunft vermehrt hochqualifizierte Pflegefachkräfte ausgebildet werden können. Dazu braucht es eine Pflegelehre, sowie eine höhere Pflegefachschule“, formuliert Nationalrätin Kira Grünberg erste Lösungsvorschläge um Ausbildungslücken zu schließen, um auch in Zukunft für gut ausgebildete Pflegefachkräfte zu sorgen. Neben der Pflege in den Pflegeheimen müssen auch pflegende Angehörige bessere Unterstützung erfahren. Ein erster Schritt wäre, für Hermann Gahr das Pflegegeld weiterzuentwickeln und zu erhöhen, um mehr Anreize für die Pflege daheim zu schaffen. „Weitere logische Schritte sind der Ausbau der Kurzzeitpflege und vor allem der mobilen Betreuung“, fordern Gahr und Grünberg.

Die beiden Abgeordneten sind überzeugt, dass durch mobile Pflegekräfte zu Hause das Sicherheitsgefühl für die Pflegebedürftigen erhöht wird und die Angehörigen dadurch eine große Entlastung erfahren.
Begeistert zeigen sich Gahr und Grünberg vom Pflegeheim in Völs: „Die Pflegeeinrichtung in Völs ist ein Vorreiter. Von der stationären Pflege, über die mobile Pflege, bis hin zur Kurzzeitpflege und betreutem Wohnen ist in Völs alles geboten“.

Die Pflegebedürftigkeit ist mittlerweile zu einem Grundrisiko des Lebens geworden. „Daher ist es wichtig, dass eine 5. Säule der Sozialversicherung etabliert wird. Krankheit, Alter, Unfälle und Arbeitslosigkeit sind bereits versichert. Nun muss die Pflege folgen“, sieht Gahr hier Handlungsbedarf.
Die beiden Nationalräte betonen, dass es für jeden Menschen das beste Angebot an Pflege geben soll, egal ob in den eigenen vier Wänden, mobil und wenn das nicht mehr möglich ist, in einem Pflegeheim. „Um ein Altern in Würde möglich zu machen, wollen wir eine optimale Versorgung in Gesundheit und Pflege für alle sicherstellen.“, so Gahr und Grünberg abschließend.