Hermann Gahr am Markt (c) Privat

Gahr: Lebensmittelvielfalt in Österreich nutzen

29. Juli 2021

Verpflichtende Herkunftskennzeichnung ist wesentlicher Schritt

Am 31. Juli ist Tag der Lebensmittelvielfalt. In Österreich können wir aus einer Vielfalt an heimischen Lebensmitteln wählen. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, hat uns die Corona-Krise gezeigt.  „Wie wichtig der Selbstversorgungsgrad an Lebensmitteln ist, hat uns die Pandemie vor Augen geführt. Dank unseren heimischen Bäuerinnen und Bauern waren trotz Lockdowns und Einschränkungen die Regale in den Supermärkten immer gut gefüllt und es gab keine Engpässe. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir in einigen Bereichen unbedingt den Selbstversorgungsgrad steigern. Gerade im Obst und Gemüse-Bereich gibt es hier noch Luft nach oben“, sagt der Tiroler Bauernbund-Abgeordnete und Forum-Land Obmann Hermann Gahr.

Gahr plädiert an die Konsumentinnen und Konsumenten, auf die Vielfalt der österreichischen Lebensmittel zurückzugreifen: „Es muss nicht immer ein exotisches Obststück oder ein Superfood aus Übersee sein. Die heimische Lebensmittelvielfalt hat sehr viel zu bieten und ist vor allem nachhaltig und gesund. Mit dem Kauf heimischer Produkte schützt man nicht nur aktiv die Umwelt, sondern unterstützt auch die heimischen Produzentinnen und Produzenten und somit die österreichische Wirtschaft. Je mehr Wertschöpfung im eigenen Land bleibt, desto mehr haben wir alle davon.“

Um auf den ersten Blick erkennen zu können, woher die gekauften Lebensmittel stammen, braucht es eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Derzeit wird im Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz an einem EU-konformen Gesetzestext gearbeitet. „Das große Ziel ist es, noch in diesem Jahr eine verpflichte Kennzeichnung zu beschließen. Dabei ist es essenziell, dass die Gesetzesvorlage dem EU-Recht entspricht und vor allem die verarbeiteten Lebensmitteln beinhaltet. Denn gerade hier werden die großen Mengen in der Industrie verarbeitet, egal ob Backwaren, Süßwaren, Nudeln oder Fertigprodukte. Dabei ist eine transparente Herkunftsbezeichnung unumgänglich, denn nur dann können auch nachgelagerte Sparten wie etwa die Gemeinschaftsverpflegung ihre Speisen kennzeichnen. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung ist ein Meilenstein für die heimische Landwirtschaft, die Konsumentinnen und Konsument und auch für die heimische Wirtschaft. Mit jedem Griff zu heimischen Produkten entscheidet man sich bewusst, die österreichische Wirtschaft und die Umwelt zu unterstützen“, so Gahr abschließend.