Hermann Gahr (c) Parlamentsdirektion Jantzen

Gahr: Holzenergie ist wichtiger Teil im Kampf gegen den Klimawandel

13. Dezember 2019

Die vergangenen zwei Wochen wurde bei der Klimakonferenz in Madrid wieder über Lösungen zum Kampf gegen den Klimawandel beraten. Kurz zuvor rief das EU-Parlament den „Klimanotstand“ aus und setze damit ein deutliches Zeichen. Kommission-Präsidentin Ursula von der Leyen möchte Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen. „Um dieses ambitionierte Ziel zu schaffen, müssen wir die Energiewende vorantreiben und erneuerbare Energieformen ausbauen. Ein wichtiger Teil der Lösung ist hier das Holz“, betont der Tiroler Abgeordnete und BioEnergie-Tirol-Obmann Hermann Gahr.

90 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, wie Öl, Gas oder Kohle. Für eine nachhaltige Energiewende ist Holz unverzichtbar. „Holz ist umweltfreundlich, sauber und günstig“, so Gahr. Das belegt auch klar der Heizkostenvergleich der LK-Steiermark. Holzheizungen sind effektiver, sie sind zwar in der Anschaffung teurer, rechnen sich aber schnell. Am teuersten kommen Öl-Heizungen. „Der Heizkostenvergleich zeigt klar, Holz ist die beste Alternative. Öl-Heizungen sind nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch noch teuer. Es gibt also gar keinen Grund, sich noch eine Öl-Heizung anzuschaffen. Erst in diesem Jahr haben wir im Parlament einstimmig die Aufstockung der Mittel für den Raus-aus-dem-Öl-Bonus beschlossen. Wir müssen möglichst schnell, die noch 600.000 Ölheizungen in Österreich mit klimafreundlichen Heizalternativen ersetzen. Mit bis zu 5.000 Euro Umstiegsbonus pro Kesseltausch haben wir dafür ein starkes Förderinstrument bereitgestellt“, führt der Tiroler aus.

Mit Holz heizen ist effizient und günstig

Eines ist klar, die Energiewende können wir nur mit Holz schaffen. "Der Wald verbessert die Luft- und die Wasserqualität, verhindert Muren- und Lawinenabgänge und liefert unser Holz.  Nachweislich hat Holz die beste Klimabilanz. Denn in Holzprodukten bleibt das gebundene CO2 gespeichert und wird erst freigesetzt, wenn das Produkt verbrannt wird. Aktiv Klimaschutz zu betreiben, heißt die heimischen Wälder zu bewirtschaften. Holz zu ernten, verarbeiten und wiederaufzuforsten, bringt mehr, als Wälder unberührt stehen zu lassen“, so Gahr.

Künftig müssen wir nachwachsende Rohstoffe noch mehr forcierten. Ein wichtiger Zukunftsmarkt ist hier auch die Biomasse. „Biomasse ist umweltfreundlich und emissionsarm. Gerade die heimische Forstwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren als verlässlicher Produzent von Hackschnitzel, Biomasse und Holz etabliert. Derzeit stammen 60 Prozent der Energiewärme aus erneuerbaren Energien, diesen Anteil werden wir in den kommenden Jahren noch weiter steigern und das ist ein wichtiger Wirtschaftsmarkt für unsere heimischen Forstwirte. Wir müssen diese Chance ergreifen und Österreich zum Vorzeigeland in Sachen erneuerbaren Energien machen. Wir haben das Potenzial und die Rohstoffe im eigenen Land, lassen wir uns diese Chance nicht entgehen“, so der BioEnergie-Tirol-Obmann abschließend.