Friedensnobelpreis: Nominierung zwei Tiroler Ordensschwestern

4. März 2020

In unserer Gesellschaft ist Aufopferungsbereitschaft unter solch großen Risiken für viele unverständlich. Deswegen freue ich mich besonders, dass der ÖVP-Parlamentsklub für den diesjährigen Friedensnobelpreis die Nominierung zwei Tiroler Ordensschwestern unterstützt, die ihr Leben in den Dienst der Lepra-Kranken in Südkorea gestellt haben.

ÖVP/Friedensnobelpreis/Kugler/Gahr/Mandl

ÖVP-ABGEORDNETE UNTERSTÜTZEN NOMINIERUNG VON ZWEI TIROLER ORDENSSCHWESTERN FÜR DEN FRIEDENSNOBELPREIS
Marianne Stöger und Margit Pissarek stellten ihr Leben in den Dienst der Lepra-Kranken in Südkorea
Wien (OTS/ÖVP-PK) – Für den diesjährigen Friedensnobelpreis wurden zwei österreichische Ordensschwestern aus Tirol vorgeschlagen, die ihr Leben in den Dienst der Lepra-Kranken in Südkorea gestellt haben. Nominiert wurden Marianne Stöger und Margit Pissarek unter anderem von fünf ÖVP-Abgeordneten. Die Menschenrechtssprecherin des ÖVP-Parlamentsklubs Gudrun Kugler, die Tiroler Nationalratsabgeordneten Hermann Gahr und Elisabeth Pfurtscheller, der Vorarlberger Nationalratsabgeordnete Norbert Sieber sowie der Sprecher der Europäischen Volkspartei für die Beziehungen zu Süd- und Nordkorea EU-Abgeordneter Lukas Mandl setzen sich mit Überzeugung für die Nominierung der beiden Schwestern ein.

Die Christkönigsschwestern Marianne Stöger und Margit Pissarek widmeten sich Zeit ihres Lebens dem Dienst an den Lepra-Kranken auf Sorokdo. Vor 100 Jahren wurde die südkoreanische Insel Sorokdo zur Insel der Aussätzigen, wovon heute noch ein Denkmal für 10.770 Verstorbene zeugt. Dank des unermüdlichen Einsatzes der beiden Schwestern, unterstützt durch die WHO und die katholische Frauenbewegung, konnte die Lepra nahezu ausgerottet werden. Viele Geheilte bezeugen die selbstlose Hingabe der beiden Schwestern, die ihr ganzes Leben in den Dienst an den Kranken gestellt haben. Nun wünschen sich viele Menschen in aller Welt, dass diese beiden Ehrenbürgerinnen von Südkorea den Friedens-Nobelpreis erhalten. In Südkorea hat das Komitee weit über eine Million Unterschriften für dieses Anliegen gesammelt. Auch in Österreich stößt der Vorschlag der beiden Schwestern für den Friedensnobelpreis auf großen Zuspruch.

Kugler begründet ihre Nominierung der beiden Schwestern wie folgt: „In unserer Gesellschaft ist Aufopferungsbereitschaft unter solch großen Risiken für viele unverständlich. Doch manchmal kann man nur auf diese Weise wirklich helfen. Der Friedensnobelpreis für Marianne Stöger und Margit Pissarek hebt ein friedensstiftendes und völkerverbindendes Engagement hervor, in dem sich die höchste Stufe des Menschseins zeigt: in der Bereitschaft, das eigene Leben für andere zu geben!“

Hermann Gahr freut sich über die Nominierung der beiden Tirolerinnen und unterstützt den Vorschlag gerne. „Wir können sehr stolz auf die beiden Ordensschwestern Marianne Stöger und Margit Pissarek sein. Sie widmeten fast ihr ganzes Leben der Pflege von Lepra-Kranken, von denen sonst niemand mehr etwas wissen wollte. Ohne Angst oder Vorurteile begegneten sie den schwerstkranken Menschen und gaben ihnen Hoffnung und Mut in dieser schweren Zeit. So viel Nächstenliebe und Selbstlosigkeit muss auch ausreichend gewürdigt werden, aus diesem Grund ist diese Nominierung für den Friedensnobelpreis mehr als gerechtfertigt.“

Der Tiroler Abgeordnete Hermann Gahr besuchte eine der beiden Ordensschwestern gemeinsam mit dem Bürgermeister von Mühlbachl, Alfons Rastner. „Es war mir eine große Ehre, Marianne Stöger persönlich zu treffen und mit ihr über ihr eindrucksvolles Leben sowie ihre selbstlosen Taten zu sprechen. Das Wirken der beiden Ordensschwestern ist ein großes Zeichen der Menschlichkeit, das gerade in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist“, so Gahr abschließend.

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Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436

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