Asylquartier Villach Langauen-Räumung: „Das Kriegsgebiet liegt nur 1.660 km von Villach entfernt“

3. März 2022

Das Asylquartier in Villach-Langauen geräumt. Peter Weidinger begrüßt diese Lösung. Es wird in Zukunft für ukrainische Flüchtlinge genutzt. „Der Räumeinsatz im Villacher Asylquartier kommt zur richtigen Zeit“, so Peter Weidinger. „Mit dieser Aktion wird gezeigt, dass Lösungen angegangen werden, bevor es zu Engpässen kommt.“ Er begrüßt die weitsichtige Herangehensweise. Vorbildlich werde Platz für ukrainische Flüchtlinge geschaffen.

Hilfe für Ukraine

Die schrecklichen Nachrichten vom Krieg aus der Ukraine sorgen auch in Villach für tiefe Betroffenheit. „Gemeinsam können wir helfen. Als Familienvater habe ich Bekleidung, notwendige Hygieneartikel und Medikamente gespendet“, möchte Weidinger die Villacher zum Mittun aufrufen. „Das Kriegsgebiet liegt nur 1.660 km von Villach entfernt. Beweisen wir jetzt Nächstenliebe und unterstützen die Ukraine mit Taten, denn wer rasch hilft, hilft doppelt.“

Hilfspakete schnüren

Am dringendsten würden haltbare Lebensmittel (Nudeln, Reis, Dosennahrung), Wasser (Mineral und Soda, keine Glasflaschen), Decken, Kissen, Bettwäsche, Handtücher, Toilettenpapier, Hygieneartikel (Seife, Zahnpasta, Zahnbürsten, Duschgel, Rasier-Utensilien), Intim-Hygieneartikel, Windeln (Kinder und Erwachsene), warme Kleidung (für Frauen, Männer und Kinder), Einweggeschirr, Pfannen und Kochtöpfe, Klappstühle, Klapptische, Luftmatratzen mit Pumpen, Schlafsäcke und Verlängerungskabel gebraucht werden.

Dank an Villacher Feuerwehrleute

Die Stadt Villach organisiert mit Privatpersonen eine große Hilfsaktion für die westukrainische Stadt Mukatschewo, denn dort werden zehntausende Kriegsflüchtlinge erwartet. Die Spendenpakete sollen bei der Haupt­feuerwache Villach (Kasernengasse 3) abgegeben werden. Dies ist Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr und Samstag von 7 bis 12 Uhr möglich. Äußerst hilfreich sei das sortenreine Packen der Schachteln und diese ausführlich in Deutsch und Englisch zu beschriften. „Ich bedanke mich bei den Villacher Feuerwehrleuten, die die Spenden verladen“, so Weidinger.

Beitragsbild © 5min.villach