Verlängerung der Sonderbetreuungszeit „große Hilfe für berufstätige Eltern“

24. September 2021

Nachdem der Anspruch auf Sonderbetreuungszeit im Juli 2021 ausgelaufen ist, stehen nun berufstätigen Eltern rückwirkend ab 1. September 2021 und bis zum 31. Dezember 2021 erneut drei Wochen Sonderbetreuungszeit zur Verfügung. Dieser Rechtsanspruch gelte beispielsweise, wenn Schulkinder in Quarantäne sind und zuhause betreut werden müssen. Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin bekomme, wie gehabt, alle Entgeltkosten vollständig refundiert.

Große Erleichterung für Eltern

Die Verlängerung der Sonderbetreuungszeit sei „eine große Hilfe für berufstätige Eltern, insbesondere für berufstätige Mütter und Alleinerzieherinnen, denn es sind doch noch immer die Frauen, die den Großteil der Betreuungsarbeit leisten. Das lässt sich auch an Zahlen erkennen: In Tirol sind es 78% Frauen, die diese bezahlte Freistellung in Anspruch genommen haben“, so Tanda in ihrer Rede im Hohen Haus. Die Wichtigkeit der Sonderbetreuungszeit sei auch damit zu belegen, dass in Tirol in der letzten Phase zwischen November 2020 und Juli 2021 knapp 345.000 Euro ausbezahlt und insgesamt 518 Personen freigestellt worden seien.

Sonderbetreuungszeit auch für Pflegebedürftige

Neben der Betreuung der Kinder gelte der Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit auch für Pflegebedürftige: „Auch wenn zu 92% der zu betreuenden Personen Kinder sind, ist es auch ganz wichtig, dass man auch für behinderte und pflegebedürftige Personen eine Sonderfreistellung haben kann. Ich kenne viele, die das auch in Anspruch nehmen mussten “, führt die Tiroler Abgeordnete aus. Tanda weiter: „Besonders freut mich auch, dass seit Beginn der Pandemie der Anteil der Väter, die Betreuungspflichten übernommen haben, auf 32 Prozent gestiegen ist“. Zwar sei man dadurch noch nicht auf dem Niveau der Inanspruchnahmen von Frauen, aber es sei eine tolle Entwicklung hin zur Gleichstellung der Geschlechter in diesem Bereich.

Durchimpfungsrate wirkt sich aus

Wenn man sich die Zahlen genauer anschaue, falle auf, dass je höher die Durchimpfungsrate sei, "desto weniger ist Zeit für Sonderbetreuung genommen worden. Die Freistellungen sind also zurückgegangen“, sieht Tanda einen Zusammenhang zwischen der Corona-Schutzimpfung und der Inanspruchnahme der Sonderbetreuungszeit. Darüber hinaus gebe es bis dato noch keine Schulklasse in Tirol, welche vollständig in Quarantäne musste. „Es zeigt sich also ganz offensichtlich, dass sich die COVID-Impfung positiv auf die allgemeine Lage ausgewirkt hat“, meint Tanda. Darüber hinaus senke man mit der Impfung das Risiko, dass Menschen wegen einem selbst Sonderbetreuungszeiten in Anspruch nehmen müssen. „So etwas nennt man Solidariät gegenüber Mitmenschen“, meint Tanda abschließend in Richtung der Freiheitlichen Partei.