Gleichstellungsziel in vielen Budgets verankert

21. November 2021

Für NRin Alexandra Tanda ist es essenziell, dass das Gleichstellungsziel - im Sinne der Gleichberechtigung aller Menschen in Österreich - möglichst viele Bereiche des Staatshaushalts betrifft.

Das Thema Gleichstellung sei eine Querschnittsmaterie, ziehe sich also durch alle Lebensbereiche, und sei deswegen auch in vielen Budgets des Staatshaushalts enthalten, erläutert Alexandra Tanda. „Die Gleichstellungsziel-Landkarte hat 35 Untergruppen und in 29 davon wird explizit das Gleichstellungsziel für Frauen erwähnt“, zeigt sich die Tiroler Nationalrätin in ihrer Rede im Hohen Haus erfreut. Aber Gleichstellung betreffe nicht nur Frauen, sondern solle alle Menschen in Österreich umfassen, so Tanda weiter.

Gewaltschutz und Auflösung des Gender Pay Gap

„Wir haben geschlechtsspezifische Unterschiede, aber diese Unterschiede können eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sein und sollen nicht dazu verwendet werden, die Frauen zu diskriminieren oder Macht auszuüben“, so Tanda. Maßnahmen, um Frauen vor Gewalt zu schützen sowie zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien unabdingbar. Dabei spiele auch die finanzielle Unabhängigkeit eine zentrale Rolle und deswegen sei es sehr zu begrüßen, dass es Maßnahmen zur Auflösung des Gender Pay Gap – also zur Auflösung der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede – gebe.

Umfassende Gleichstellung

Es gehe aber nicht nur um eine ökonomische Gleichstellung, sondern um eine umfassende Gleichstellung aller Menschen: „Dazu gehört das Verbessern der Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt gleichermaßen, wie auch der erleichterte Zugang von erwerbstätigen Vätern zur Väterkarenz“. Darüber hinaus gehe es beim Thema Gleichstellung ebenso um den Zugang von behinderten Menschen zum Arbeitsmarkt. Man könne sich nur schrittweise an eine bessere Realität heranarbeiten, dafür brauche es aber ein klares Ziel, welches über ideologische Grenzen hinweg auf alle Menschen in Österreich abziele, so Tanda abschließend.