Budgetbereitstellung für Gendermedizin

21. November 2021

NRin Alexandra Tanda sieht in der Berücksichtigung von genderspezifischer Gesundheitsversorgung und -vorsorge im Budget 2022 einen wichtigen Punkt für die qualitative Weiterentwicklung des Gesundheitswesens.

Im Staatshaushalt werden für das kommende Jahr rund 123 Millionen Euro mehr für den Gesundheitsbereich als im Jahr 2021 veranschlagt. Insgesamt wächst das Gesundheitsbudget damit auf ca. 3,2 Milliarden Euro an. „Besonders begrüße ich den speziellen Fokus auf genderspezifische Vorsorgeprogramme und genderspezifische Gesundheitsversorgung“, so Alexandra Tanda in ihrer Rede im Hohes Haus, da geschlechtsneutrale Medizin Nachteile für beide Geschlechter bringe: „Bei Frauen werden Herzinfarkte später erkannt, bei Männern kommt man ganz selten auf die Idee, dass sie auch Osteoporose haben könnten“. Deswegen sei es im Sinne der stetigen Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen sehr zu begrüßen, dass dieses Wirkungs- und Gleichstellungsziel im Gesundheitsbudget Eingang gefunden habe. Genderspezifische Medizin sei aber keinesfalls nur eine feministische Ideologie, sondern trage vielmehr zur Verbesserung der Gesundheit aller Menschen bei: „Es wird Rücksicht genommen auf spezifische Unterschiede geschlechtsbezogen, aber auch aus der soziokulturellen Dimension“, so Tanda.

Pandemiebekämpfung im Gesundheitsbudget

Darüber hinaus führt Tanda in ihrer Rede im Parlament aus, dass weiterhin eine große Position des Gesundheitsbudgets der Pandemiebekämpfung gewidmet sei. Diese Ausgaben würden sich deutlich verringern lassen, wenn die Impfbereitschaft in der Bevölkerung höher sei, ist die Tiroler Abgeordnete zum Nationalrat überzeugt und ruft erneut zur Corona-Schutzimpfung auf: „Impfen ist ein Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Es ist ein Recht sich impfen lassen zu können und nicht eine Pflicht“. Durch eine höhere Durchimpfungsrate könne die Ausnahmesituation nämlich beendet und so das Budget für andere Gesundheitsthemen bereitgestellt werden: „Für wichtigere Schwerpunkte als diese Testmarathons“ und zur „Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit unserer Bevölkerung“, so Tanda abschließend.